Schweißerhandschuh
Die Hände des Schweißers sind bei Arbeiten mit Lichtbogen- oder Flammenschweißen am stärksten gefährdet. Um sich vor den berufsbedingten Risiken zu schützen, müssen Fachkräfte geeignete Schutzausrüstung tragen. Die Schweißerhandschuhe gehören dabei zur vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA).
Welche verschiedenen Arten von Schweißerhandschuhen gibt es?
Um den Anforderungen aller Profis und der unterschiedlichen Anwendungen gerecht zu werden, stehen mehrere Varianten von Schweißerhandschuhen zur Verfügung.
Neben dem Standard-Schweißerhandschuh (ungefüttert) gibt es Modelle:
• mit einer hitzebeständigen Kevlar-Fütterung aus Molton
• mit Verstärkungen an Handfläche, Daumen und Zeigefinger
• mit kurzem oder langem Stulpen (für optimalen Schutz von Händen, Handgelenken und Unterarmen)
• erhältlich in den Größen 6 (XXS) bis 12 (XXL)
In unserer Rubrik Handschutz finden Sie außerdem Hitzeschutzhandschuhe, Kälteschutzhandschuhe oder auch Hitzeschutzfäustlinge.
Welche Materialien werden für Schweißerhandschuhe verwendet?
Schweißerhandschuhe bestehen aus dickem, schwer entflammbarem Leder, das hohen Temperaturen und Metallspritzern standhält. Dieses Leder kann von verschiedenen Tierarten stammen (Rind, Ziege, Schaf …). Die Eigenschaften unterscheiden sich je nach Herkunft und Verarbeitung.
• Vollnarbenleder stammt aus der dichtesten Hautschicht. Es zeichnet sich durch gute Abrieb- und Durchstichfestigkeit sowie Flexibilität aus.
• Spaltleder (vom Rind oder der Ziege) wird aus der unteren Hautschicht gewonnen. Es ist abriebfester, jedoch weniger robust und haltbar als Vollnarbenleder.
• Nappaleder (von Ziege, Kalb oder Lamm) wird durch eine spezielle Gerbung besonders weich und geschmeidig und erhält eine glatte Oberfläche.
Ziegenleder ist das am häufigsten verwendete Material für TIG-Schweißerhandschuhe, da es sehr dünn und flexibel ist. Es verbessert die Fingerfertigkeit und ermöglicht präzises Arbeiten.
Die Nähte werden in der Regel mit Kevlar-Faden oder Aramidfasern gefertigt.
Welche Normen gelten?
Schweißerhandschuhe schützen die Hände vor Hitze, Verbrennungen und elektrischer Leitung. Zudem bewahren sie vor Schnittverletzungen beim Umgang mit Metallen oder Werkzeugen.
Normen EN 407 und EN 388
Für optimalen Schutz müssen Schweißerhandschuhe strenge Normen erfüllen. Sie entsprechen der Norm EN 407, die die Anforderungen gegen thermische Risiken definiert.
Die Schweißerhandschuhe müssen sechs Leistungstests bestehen, darunter die Beständigkeit gegen:
• Entflammbarkeit
• Kontaktwärme
• Konvektionswärme
• Strahlungswärme
• kleine Spritzer von geschmolzenem Metall
• große Spritzer von geschmolzenem Metall
Die Widerstandsfähigkeit wird jeweils in 4 Stufen (1 bis 4) bewertet.
Darüber hinaus werden Schweißerhandschuhe nach der Norm EN 388 auf Abrieb-, Schnitt-, Riss- und Durchstichfestigkeit geprüft.
Die Norm EN ISO 13997 ergänzt diese Tests durch eine zusätzliche Prüfung auf Schnittfestigkeit mit einem geraden Messer. Die Widerstandsstufe wird durch die Buchstaben A bis F angegeben (von niedrig bis hoch).
Wie wählt man den richtigen Schweißerhandschuh?
Die Wahl des geeigneten Schutzhandschuhs hängt von den Anwendungen und den Markierungen auf dem Handschuh oder in der Produktbeschreibung ab.
Anwendungen
Der Typ des Hitzeschutzhandschuhs richtet sich nach dem jeweiligen Schweißverfahren:
• Der Schweißerhandschuh Lebon aus Rind-Spaltleder mit 100 % Baumwollfutter eignet sich ideal für die Automobilproduktion, die Metallurgie und die mechanische Industrie.
• Der GISS-Schweißerhandschuh aus feinstem Lamm-Vollnarbenleder wird beim Argon-Schweißen, bei der Metallbearbeitung und in der industriellen Instandhaltung eingesetzt.
• Der Schweißerhandschuh Tegera aus Rind-Spaltleder mit Jersey-Futter ist für schwere Arbeiten und grobe Bauarbeiten konzipiert, die einen hohen Hitzeschutz erfordern.
Markierungen
Mehrere Kennzeichnungen sind auf Schweißerhandschuhen vorgeschrieben:
• eine sechsstellige Kennzeichnung für die Widerstandsstufe in den 6 Tests nach EN 407
• eine vierstellige Kennzeichnung für die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Risiken und Schnitte
Die Rubix-Auswahl: Welche Marken und Modelle sind zu bevorzugen?
Rubix stellt Profis geprüfte und hochwertige Schweißerhandschuhe zur Verfügung. Diese Schutzausrüstungen der Marken Ansell, GISS und Tegera gewährleisten Sicherheit und Komfort für alle Schweißer. Sie bieten unterschiedliche Schutzstufen gegen Hitze und Schnitte und sind in zahlreichen Größen erhältlich.
Fazit
Als unverzichtbare persönliche Schutzausrüstung müssen Schweißerhandschuhe die Hände schützen und gleichzeitig die notwendige Fingerfertigkeit für das Schweißverfahren bewahren. Sie bestehen aus schwer entflammbarem Leder, können gefüttert oder ungefüttert sein und mit kurzem oder langem Stulpen ausgestattet sein. Die Wahl richtet sich nach dem erforderlichen Schutzniveau und den jeweiligen Aufgaben (Präzision, Handhabung …).
25 Produkt (e) mit 65 Variante (n):
- Auf Lager – Versand in der Regel innerhalb 24 Std

